51. Walter- Thomas Lauf
- echtes Thomaslauf Wetter
- neue Pokalverteilung
- Nasenspitzensieg über 2 km

Nun war es wieder so weit. Ende der Sommersaison steht der traditionelle Bergsteigerlauf auf dem Laufprogramm im Zittauer Gebirge. Bei herrlichem Herbstwetter konnten wir den etwas anderen Crosslauf sehr gut vorbereiten, ausflaggen und auch nachbereiten.
Am Wettkampftag herrschte jedoch wieder brutales Thomaslaufwetter. 4 Grad und starker Regen waren unsere Wegbegleiter. Ein ganz kleiner positiver Lichtstrahl am Läuferhimmel war, dass mit Beginn des Laufes der Regen aufhörte und das Starterfeld „nur“ mit dem schwierigen Untergrund zu kämpfen hatte. Und davon hat der Bergsteigerlauf ein paar richtig gute Passagen. Immerhin hatten wieder 79 Läufer eine Meldung abgegeben. Das war nun schon zum dritten Mal in Folge.
Dann allen „Harten Läufern“ ein gutes Gelingen. Das wäre aber um in Haar nicht möglich gewesen. Denn auf der 800 m Runde war uns am Vormittag noch ein riesiger Baum durch die Sturmböen auf die Strecke gestürzt. Danke an Steu, der uns kurz entschlossen seine fachmännische Unter-stützung bei der Beseitigung des Holzriesen anbot.  
Wie in den letzten Jahren, waren auch wieder einige tschechische Sportler mit dabei. Ein Läufer aus Tschechien hatte sich auf der 16 km Runde völlig verlaufen. Er war unmittelbar nach der Kontrollstelle in Oybin in Richtung Olbersdorf abgebogen. Da wurden dann mal schnell aus 16 km eben 25 km. Und die Kampfrichter und die Siegerehrung mussten warten.
Da dieser Lauf auch gleichzeitig der Finallauf der Zittauer Gebirgsrangliste ist, gab es mit den heutigen Resultaten auch noch ein paar Verschiebungen in der Gesamtwertung dieser Liste.
Einige Läufer waren heute besonders stark, andere hatten mit Stürzen in den schweren Ablaufpassagen zu kämpfen oder kamen mit dem kalten Wetter nach den warmen Urlaubstagen nicht zu recht. Franz erwischte auf der 16 km Runde bei Kilometer 10 ein totaler Hungerast, nachdem er unmittelbar nach einem schweren Fußballspiel am Vormittag nahtlos in diesen Wettkampf ging. Über 9km hätte die Energie noch gereicht. Über 16 km war der Tank dann völlig leer und da musste er das Rennen im Schritt beenden. Das sind alles sportliche Lehrstunden in einem langen Sportlerleben.
All das interessierte den allerschnellsten Läufer über die 16 km gar nicht. Philipp Kunze zog vom Start weg einsam, konsequent und siegessicher seinen Lauf durch das Gebirge. Am Ende gewann er somit zum zweiten Mal in Folge den Wanderpokal als schnellster Läufer über die lange Strecke. Über 10 Jahre läuft nun mittlerweile der Wanderpokal von Sportler zu Sportler. Jetzt ist Philipp nahe dran, sich das einmalige Stück im nächsten Jahr nach Hause zu holen.
Die weiteren Altersklassensieger über die 16 km Strecke lieferten sich unterwegs ein hartes Rennen, was am Ziel nur mit wenigen Sekunden Unterschied endete. Die Sieger waren Peter Clemenz, Sebastian Beyer, Holm Kunze (alle PSV Zittau) und Thomas Rönsch (Klub f. Tsch. Dt. Partnersch.) 
Die knappste Entscheidung des Tages gab es in der Bergsteiger Wertung. Schnellster Bergsteiger wurde nun zum dritten Mal in Folge Thomas Richter (PSV) mit nur einer einzigen Sekunde Vorsprung vor Peter Clemenz (PSV). Damit findet nun die schöne Holzschnitzerei von Familie Heinz und Friedel Urban, gestiftet von ihrer Tochter Uta, ihren neuen Besitzer.  
Über die 9 km ging es in diesem Jahr nicht ganz so spektakulär zu. Die Sieger in den einzelnen Altersklassen setzten sich klar in ihren Altersklassen durch. Die Sieger in den Jugendklassen waren Anton Randig und Ronja Randig (beide PSV). Bei den Männern bis 50 gewann Frank Püschel (OL Wanderfüchse) Die Männer ab 51 dominierte Mirko Querfeld (PSV). Bei den Damen in den Altersklassen gewannen Anna Seemann (PSV), Christiane Slansky (PSV) und Stanislava Stastkova (KV Kleis)
Nennenswert ist allerdings, dass die sicher geglaubte Dauersiegerin der letzten Jahre, Franziska Kranich, trotz Meldung nicht an den Start ging. Sie hätte als bisher einzige Frau die Möglichkeit gehabt, zum dritten Mal in Folge (also 9 Jahre hintereinander) den Pokal der schnellsten Frau über
9 km zu gewinnen und somit in ihren Besitz zu bekommen. Diese Linie ist nun unterbrochen.
Schnellste Läuferin über 9km war in diesem Jahr eindeutig und souverän Antje Münchow (PSV). Sie setzte mit ihrem Lauf auch ein klares Zeichen. Sie hatte nicht nur in Abwesenheit von Franziska gewonnen. Sie lief auch gleich mal 1:40 min schneller, als Franziska im letzten Jahr.

Bei den Senioren über 4 km gewann Roland Altmann (BSV) vor dem ältesten Teilnehmer, Werner Hänisch (DLRG Zittau), der heute bereits zum 38. Mal an diesem Lauf teilnahm.
Die Siegerin der Seniorinnen hieß Ines Slansky (PSV, ASLV Waltersdorf). In der Geschichte des Laufes war es ihr Vater Jochen Kirsche, der als erster „Nichtedelroller“ an diesem Bergsteigerlauf teilnehmen durfte und danach die Verantwortlichen dieses Laufes dazu bewog, den Lauf ab dem Jahr 1979 für alle Läufer und Bergsteiger zu öffnen. Damit stieg die Starterzahl von ca. 20 Läufern auf ca. 50.
Bei den Mädchen über 4 km war es ein spannendes Rennen bis ins Ziel. Die Siegerin Annika Bensch (PSV) hatte eine harte Verfolgerin. Die Bertsdorferin Heidi Wendler hatte am Ende nur einen kleinen Rückstand von 6 Sekunden. Bei den Jungen ließ Jacob Kunze (PSV) nichts anbrennen. Er siegte mit gutem Vorsprung vor Moritz Große (PSV) und Nepomuk Reichl (PSV) welcher am Wettkampftag seinen 13. Geburtstag feierte.
Bei den Mädchen über 2 km entschied sich das Rennen erst auf der Ziellinie. Hier hatte am Ende Anastasia Klapkova (Ski Janov Bedrichov) die sogenannte Nasenspitze mit 0,4 Sekunden vor    
Liesbeth Albert (O- See) vorn. Bei den Jungen über 2 km gewann Jonathan Slansky (PSV) ganz sicher sein Rennen.
Die Jüngsten starteten wieder über die 800m Strecke. Für die Schnellsten ist das Rennen in bereits drei Minuten vorbei. Also, aufgepasst und nicht den Start verpassen.
Die jüngste Teilnehmerin war mit 4 Jahren Frieda Karlotta Wapler(EGZ Triathlon Görlitz). Sie wurde Zweite hinter Lea Pawel(Dachdeckerei Marcel Ludwig). Bei den kleinen Jungs gewann Hugo Ludwig (PSV) vor Justus Michael (PSV) und Gustav Ferdinand Wapler ( EGZ Triathlon Görlitz).
In der nächst höheren Altersklasse 7/8w über 800m gewann bei den Mädchen Charlotte Slansky (PSV) vor Leni Albert (O- See). Den Sieg bei den Jungen holte sich Samuel Vetter (BSV) vor Franz Clemenz (PSV).
Die KG Edelroller und die Abteilung Ski des PSV Zittau gratulieren allen Siegern und Platzierten für ihre Wettkampfleistung und ihr Engagement.
Danke an unsere Kampfrichter und Streckenposten, die erneut Stehvermögen bei diesen extremen Bedingungen gezeigt haben.

Berg und Ski Heil   V. Heinrich                            Oktober  2026
Ergebnisse, Bilder


PSV Zittau e.V. Abteilung Ski